*1963 in Dresden, Deutschalnd
Andrej Pirrwitz fotografiert stillgelegte Fabrikräume, verlassene Orte, die jedoch nicht unbewohnt wirken, denn er versteht es, den anscheinend leblosen Dingen einen eigenen Atem wiederzugeben. Alles fängt mit einem Detail an, Farb- oder Formdetail, einem langen roten Fenster, einem vielfarbigen Schrotthaufen, einem blauen Balken, das durch das Fotografieren zu einem Motiv entwickelt wird. Es sind keine ausgestorbenen verfallenen Räume, die wir sehen, sondern Kompositionen, wo Linien und Farben aufeinander wirken. Es sind keine charmelosen Brucheisenanhäufungen mehr, sondern poetische Stillleben, dessen ästhetische Harmonie den Betrachter umgehend ergreift.