Galerie Raphael

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Henri Matisse

*31. Dezember 1869 in Le Cateau-Cambrésis, Frankreich

+3. November 1954 in Nizza, Frankreich

Biographie

Der französische Maler, Grafiker, Bildhauer und Zeichner, Henri Matisse wurde 1869 in Le Cateau-Cambrésis geboren. Er zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne. Nach dem Besuch eines humanistischen Gymnasiums widmet sich Matisse zunächst dem Studium der Rechtswissenschaften. Nach zwei Jahren Lehrzeit findet er eine Anstellung als Anwaltsgehilfe in Saint-Quentin. Diesen Beruf übt der Künstler für ein Jahr aus, bis ihn eine Operation am Blinddarm für ein Jahr an sein Bett fesselt. Um der Langeweile zu entkommen, beschäftigt sich Matisse in dieser Zeit der Genesung mit der Malerei. 1891, wieder in voller Gesundheit, wendet er sich komplett der Kunst zu. Seine künstlerische Ausbildung erhält er in Paris, erst an der Académie Julian und der École des Arts décoratifs und dann an der École des Beaux-Arts.

Nach finanziell schwierigen Jahren hat er 1904 endlich Erfolg, Ambroise Vollard, einer der wichtigsten Kunsthändler Frankreichs, organisiert für ihn seine erste Einzelausstellung. Ein Jahr später stellt er zusammen mit anderen Künstlern auf dem Salon d’Automne in Paris Werke aus, die durch ihre Farbigkeit und Ausdrucksstärke herausstechen. Von Kritikern werden sie deshalb als „Les Fauves“ (Die Wilden) bezeichnen. Eine Reise nach Algerien im Jahr 1906 inspiriert den Maler nachhaltig. Die Eindrücke des Landes und die mitgebrachten Souvenirs, wie Keramiken und Textilien halten Einzug in seine Kunst. In seinen Werken, in den Portraits, Stillleben oder Interieurszenen tauchen immer wieder Ornamente und Muster auf. Matisse setzt seine fein komponierte, leuchtende Farbigkeit in einem flächigen Farbauftrag als Gestaltungsmittel ein. Matisse‘ Kunst lebt von seiner Begeisterung für Räume, Licht und besonders der Farbe, mit ihr und mit vereinfachten malerischen Mitteln entwickelt er seine ausdrucksstarken Kompositionen.

 

Zur Druckgrafik findet Matisse um 1900. Zu Beginn arbeitet er in der Technik der Radierungen, bis 1948 fertigt er so über 300 Radierungen an. Parallel dazu, in einem Zeitraum von 1906 bis 1952 schafft er Lithographien, die den Schwerpunkt seines grafischen Werkes bilden. Matisse fungiert häufig selber als Verleger seiner grafischen Arbeiten, die mit den Jahren über 1000 Lithographien, Radierungen, Linol- und Holzschnitte umfassen. Darunter sind viele Einzelblätter, graphische Serien und Illustrationen für Bücher. Seine Auflagen sind meistens recht klein, selten umfasst eine Auflage über 50 Exemplare, aus diesem Grund sind die signierten original Grafiken von Matisse auf dem internationalen Kunstmarkt rar und wertvoll.

 

Im hohen Alter wird der Künstler durch eine Krankheit stark eingeschränkt, so dass er sich auf die Technik der Collage beschränkt, einer einfacher zu handhabender Form um sich auszudrücken. Henri Matisse stirbt 1954, im Alter von 85 Jahren in Nizza.