Galerie Raphael

Domstraße 6

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Helge Hommes

*1964 in Schwelm, Deutschland

Biographie

Bekanntheit hat Hommes mit seinen Schwarz-Weiß-Kompositionen der Werkreihe „Waldesruh“ (ab 2001), „… mit der Leere als Gewand“ (ab 2005) und „Into the trees …“ (ab 2008) erlangt. In ihnen stilisierte er sein Sujet (ein Baumfragment, einen Ast oder Zweig) formell und farblich zu nahezu abstrakt wirkenden Kompositionen. Realismus erlangten die Arbeiten durch einen wuchtigen, pastosen Farbauftrag, der den Baum, seine Rinde und das Volumen haptisch simulierte.

In seinen jüngeren Werkzyklen „Du-Ich-Wir“ (ab 2011) und „Morgenland“ (ab 2014) wendet sich Hommes konkreter denn je fragend und sozialkritisch an den Betrachter. Den reduzierten Schwarz-Weiß- Kompositionen folgen gegenständliche Portraits („Wir Familie“) und monumentale Diptychen von beunruhigender Vehemenz („Wir“ und „… das große Doppel-ICH“, 2011).

In ihnen verarbeitet der Künstler diverse äußere Einflüsse auf seine Person (politischer, sozialer sowie ganz privater Natur). Ihren Kulminationspunkt findet diese Schaffensphase in dem Verfassen eines Manifestes („Helge Macht Feuer“, 2013). Hierin stellt sich der Künstler die Fragen: „Wie leben wir? Wie wollen wir leben? Wie können wir leben?“. Ende 2016 zieht sich Hommes dann weitgehend aus dem Galerie- und Ausstellungsbetrieb zurück. Er beginnt, seine Gedanken auf einen neuen Werkzyklus zu konzentrieren: „Baum – Berg – Welten“.

Dieser wird der bis dato kompakteste und in seiner zeitlichen Entstehungsgeschichte kohärenteste Werkblock von Helge Hommes.

Entstanden zwischen Januar und Oktober 2017 (was die Großformate angeht), markiert er einen entscheidenden formellen Wendepunkt im Schaffen des Künstlers. Es verschmelzen in ihm sowohl die Fähigkeit zur Synthese der Form und des Sujets als auch die Ambition zur naturalistischen Nachahmung und Wiedergabe des Letzteren zu einem beeindruckenden malerischen Vokabular.

Das künstlerische Anliegen bleibt aber im Grunde das Gleiche. Der Baum, der Berg, die Natur werden Projektionsflächen für die Sensibilität des Künstlers und durch ihn für die des Menschen im Allgemeinen.