Galerie Raphael

Domstraße 6

60311 Frankfurt a.M.

Mo 14:00 - 18:30 Uhr

Di - Fr 10:30 - 18:30 Uhr

Sa 10:30 - 18:00 Uhr

Tel. +49 69 29 13 38

Fax +49 69 29 775 32

info@galerieraphael.com

Shoichi Hasegawa

*7. September 1929 in Yaizu, Japan

Biographie

Shoichi Hasegawa wurde 1929 in Yaizu, in der Präfekur Shizuoka, nicht weit entfernt vom Berg Fuji, geboren. Nach seiner Lehre, um Funker bei der japanischen Post zu werden, hatte er während der Bürostunden im Hauptpostamt von Yaizu viel Zeit, um sein Zeichentalent zu entwickeln. Nach dem 2. Weltkrieg beginnt er eine sechsjährige Lehre bei dem lokalen Künstler Yoshinari Koga, die ihn mit der realistischen Kunst des Porträts und der Landschaft vertraut macht. Es zieht ihn dann weiter nach Tokio, wo er an der Akademie Koguga Malerei studiert und besonders durch Tasuku Kasukabe, einen namhaften Aquarellisten beeinflußt wird. Großen Einfluss auf Hasegawas Entwicklung, sowohl auf der technischen wie auch der konzeptionellen Ebene, hatte auch seine Bekanntschaft mit dem namhaften japanischen Maler Kawaguchi Kigau, der während der 20er Jahre in Paris an den Recherchen der Kubisten und Surrealisten teilgenommen hatte.

 

1961 siedelte Hasegawa mit seiner Frau Toshi, mit der er in Tokio alle diejenigen kennenlernte, die sich mit moderner Kunst beschäftigen, nach Paris über. Er wurde Schüler im Atelier Hayter, das damals als die Wiege der Künstler-Grafik in Frankreich galt, um die in Japan wenig gebräuchliche Radiertechnik zu erlernen. Sein Werk wurde bald in Kollektivausstellungen aufgenommen, darunter der Salon des Jeunes Peintres, der Salon des Réalités Nouvelles, die Internationale Biennale der Gravur in Ljubljana und in Krakau. Seit 1957 hatte er über sechzig Einzelausstellungen seiner Werke.

 

Hasegawas Werk umfasst neben Ölmalerei vor allem Aquarelle und Farbradierungen, bei denen sich zart nuancierte Farbflächen mit einem feinen Lineament verbinden, das Gegenständlichkeit oft nur anklingen lässt. Die Farbigkeit schafft oft eine unbestimmt schwebende Räumlichkeit. Sein japanischer Einfluss zeigt sich in der äußerst delikaten Zurückhaltung in der Bildgestaltung, wobei der Einbeziehung des leeren Raumes eine besondere Bedeutung zukommt.

Seit 1975 lebt er in Vétheuil, in Val-d’Oise, Frankreich, wo Claude Monet ein Haus besaß.