Galerie Raphael

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Francis Bacon

*28.Oktober 1909 in Dublin, Irland

+28. April 1992 in Madrid, Spanien

Biographie

Der in Irland geborene, britische Künstler Francis Bacon (28. Oktober 1909 Dublin – 28. April 1992 Madrid) gehört zu den bedeutendsten gegenständlichen Malern des 20. Jahrhunderts. Bacon erfährt nie eine richtige malerische Ausbildung. Als Autodidakt findet er Ende der 1920er Jahre zur Malerei, zuvor arbeitet er als Innenausstatter. Sein Durchbruch gelingt ihm im Alter von 34 Jahren, 1945 stellt er in einer Londoner Galerie das Triptychon „Drei Studien zu Figuren am Fuße einer Kreuzigung“ aus. Dieses Werk erfährt viel Resonanz und wird als Ausgangspunkt seiner dann folgenden Karriere gesehen.

 

Bacon hat einen Ruf als bon vivant, er geht gerne in Casinos und verbringt ausschweifende Abende mit seinen Trinkgefährten. Diese Abende, die Bacon nutzt um seine Bekannten zu beobachten und deren, durch den Alkohol hervorgebrachten Kern zu erfassen und zu absorbieren, dienen ihm als eine große Inspirationsquelle.

 

Seine Kunst zeichnet sich durch deformierte, menschliche Körper und Gesichter aus die in traumhaften, konstruierten Räumen verortet sind. Zwei Themen ziehen sich durch sein Werk: Portraits seiner Freunde sowie Variationen von Diego Velàzquez „Papst Innozenz X“. Er arbeitet gerne in Serien, er fertigt immer wieder Diptychen und Triptychen an, wobei sein ganzes Oeuvre wie eine Sequenz beziehungsweise eine Variation eines Motives wirken. Dennoch ist es ihm ein wichtiges Anliegen, seiner Kunst kein erzählerisches Element zu geben, so stellt Bacon vornehmlich nur eine Person auf einer Leinwand dar und legt keine Reihenfolge für die Hängung seiner Serien fest. Die einzelnen Bilder einer Reihe sollen keinesfalls aufeinander aufbauen. Bacon möchte nicht, dass seine Werke leicht zugänglich und einfach erklärbar sind.

 

In seinem Leben malt Bacon um die 600 Gemälde. Im Gegensatz dazu ist die Zahl seiner Grafiken auffallend klein: Es gibt neun Radierungen, 21 Lithographien und sechs Offset Drucke. Es ist diese Seltenheit die die Druckgrafik von Francis Bacon so begehrlich und im guten Erhaltungszustand besonders rar macht.