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P I C A S S O | 11.09.-24.10.2015

Pablo Ruiz y Picasso schuf ein bemerkenswertes graphisches OEuvre, von seinen frühesten Saltimbanques von 1904 bis zu der Suite 156, die er ein Jahr vor seinem Tod mit 91 Jahren beendet. Für die Ausstellung Picasso - Modern Master Printmakers III vom 11.09.-24.10.2015 haben wir eine umfassende, handverlesene Auswahl seiner graphischen Arbeiten zusammengetragen.

Picasso meistert nicht nur jede Drucktechnik, der er sich annähert, er macht sie sich zu eigen, erfindet sie neu und durchbricht alle künstlerischen Grenzen. Von der subtilen Alchemie der Aquatinta mit Zucker-Aussprengung zur rohen Handwerkskunst der Linolschnitte hört Picasso – in seinen Drucken wie im Leben – niemals auf zu erforschen. Oft schamlos autobiographischer Natur, behandelt Picasso in seinen Graphiken die „obsession du jour“, sei es eine neue Geliebte oder Muse, seine Liebe zum Drama des Stierkampfes oder seine ewige Faszination für die klassische Kunst und die Mythologie. Auch stellt er den Künstler in seinen diversen Phasen dar: ein Gott, ein Liebhaber, ein Voyeur, eine sich entwickelnde Kreatur, die nie altert. Die gleichen Themen kehren zeit seines Lebens zu Picasso zurück: jedes mal fügt er ihnen neue Schichten hinzu und arbeitet, bis er sie erobert.

Auszug aus dem Ausstellungskatalog Picasso - Modern Master Printmakers III 
Bis zum Ende des Jahres 1944 umfasst das radierte Werk Pablo Picassos 345 Positionen, das lithographische Werk hingegen lediglich 30. Dies wird sich erst mit der Befreiung von Paris und Picassos erstem Besuch im Druckatelier von Fernand Mourlot im November 1944 ändern. Picasso ist sofort fasziniert von den Möglichkeiten der Lithographie. Dabei begeistert es ihn ebenso, unkompliziert Zustandsdrucke anfertigen lassen und so das Voranschreiten seiner Arbeit überprüfen zu können, wie die verhältnismäßige Einfachheit, mit der Korrekturen und Retuschen auszuführen sind. Die herzlich-freundliche Atmosphäre, die unter den Ateliermitarbeitern bei Mourlot herrscht, tut ihr Übriges, um Picasso in den folgenden Monaten zum regelmäßigen Gast zu machen. Ein besonders anschauliches Bild des damaligen Ateliers in der Rue de Chabrol zeichnet Françoise Gilots Beschreibung in ihrem Buch „Leben mit Picasso“: Es war ein düsterer, unordentlicher, baufälliger Raum, angefüllt mit Stapeln von Plakaten, Lithosteinen und allgemeinem Durcheinander (…). Wenn Pablo zur Arbeit kam, begrüßte er jedesmal alle Arbeiter, schüttelte ihnen die Hand und redete sie mit Vornamen an. Sie zeigten ihm ihre auserlesensten Schätze, ihre ausgeschnittenen Pin-up-Girls, Radfahrchampions und andere Volkshelden. Sie waren eine scharfzüngige, aber freundliche Gesellschaft, unordentlich fast bis zur Anarchie. 


Wir eröffnen diese Ausstellung am Freitag, den 11. September ab 19 Uhr mit einer Vernissage in unseren Galerieräumen, zu der Sie natürlich herzlich auf ein Glas Sekt und einen ersten Blick auf die ausgestellten Arbeiten eingeladen sind. 

Zum Anlass erscheint ein umfassender Katalog in zwei Sprachen.
Online Version des Katalogs: Picasso - Modern Master Printmakers III

Zu den Arbeiten von Pablo Picasso